Verfasst von: Andreas Wiemers | 5. Mai 2017

#meinVEREINfL: Excuse me, I am not convinced…

Nicht nur ein Fußballspiel dauert 90 Minuten, auch die professionelle Präsentation von VfL-Finanzvorstand Wilken Engelbracht über eine mögliche Ausgliederung beim VfL Bochum 1848 reichte fast an die Länge eines Fußballspiels heran. Knapp 90 Minuten, in denen ausführlich dargelegt wurde, warum es sportlich und finanziell vermeintlich sinnvoll erscheint, die Lizenzspielerabteilung und weitere Teile des Vereins in eine Kapitelgesellschaft zu überführen und Anteile an einen Investor zu veräußern.
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Verfasst von: Andreas Wiemers | 6. März 2017

#mein VfL: use your illusion

Es sind nicht etwa die kleinen, aber relevanten Fragen, die derzeit rund um den VfL Bochum 1848 gestellt werden. Etwa die Suche nach dem Grund, warum die Nummer 1 zwischen den Pfosten offenbar der fußballerisch am besten Ausgebildete unter den Blau-Weißen auf dem Platz ist, oder warum sich die Mannschaft kontinuierlich taktisch zurück entwickelt, warum keinerlei Spielphilosophie mehr zu erkennen ist oder warum angesichts der Verletzungsserie in der Winterpause keine ergänzende Transfers getätigt wurden. Stattdessen wird direkt am großen Rad gedreht und hinterfragt, ob Vereinsumfeld, Stadt und Fans überhaupt gewillt sind, wieder erstklassigen Fußball und namenhafte Vereine wie Hoffenheim, Wolfsburg und Leipzig im Ruhrstadion zu begrüßen oder in der zweiten Liga gemeinsam mit zahlreichen so genannten Traditionsvereinen zu versauern. Mit dieser Diskussion zur Unzeit wird der anstehenden Debatte um eine mögliche Ausgliederung der Profiabteilung, zu der der Verein gemäß Satzung theoretisch auch ohne Zustimmung der Mitgliedschaft berechtigt ist, der Weg bereitet. Weiterlesen…

Verfasst von: Andreas Wiemers | 21. Februar 2017

Warum Fußball. Vielleicht aber auch: Fußball, warum?

Warum machen wir eigentlich all das, was wir für den Fußball tun? Tut der Fußball eigentlich auch etwas für uns? Eine Spurensuche auf die Antwort nach der Frage aller Fragen: Warum Fußball? Oder doch eher: Fußball warum? Und vielleicht ist die Fragestellung von „Im  Schatten der Tribüne“ auch nicht immer ganz stimmig. Stimmig aber auf jeden Fall die Zwölf, die hier aufgelaufen ist, um als zusammengewürfelte Elf ein klasse Wortspiel abzuliefern. Gastbeitrag im Blog „Im Schatten der Tribüne“. Lies mehr…

Versteckt hinter Büschen befindet sich auf einem Seitenstreifen des Essener Parkfriedhofs eine Grabstätte, die an 52 Essener Bürger und Bürgerinnen erinnert, die zwischen 1940 und 1945 im KZ getötet und hier beigesetzt wurden. 52 Einzelschicksale, die heute vergessen sind.
Der Historiker Thomas Hammacher M.A. aus Essen wird in einem Vortrag auf Einladung der SPD Essen-Huttrop/Südostviertel am Beispiel der Biografie eines der hier Beigesetzten ein Kapitel Essener Geschichte wieder lebendig werden lassen.“Die Erinnerung an die Jahre 1933-1945 in Essen kann dadurch konkret mit menschlichen Schicksalen verbunden werden.“ sagt Andreas Wiemers, Vorsitzender der SPD Huttrop-Südostviertel. 

Der Vortag mit anschließendem Gespräch bildet den Auftakt einer umfänglichen Aufarbeitung dieser Grabstätte, die in Zusammenarbeit mit einer Essener Schule und mit Unterstützung durch den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. in den nächsten Jahren erfolgen soll. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 25. Februar 2016, 19.30 Uhr im Wasserturm, Kurfürstenstraße 1 im Südostviertel Essen

Deutlich auf Distanz zu ihren Genossen, die zu einer Demonstration am kommenden Dienstag aufgerufen hatten, gehen die Vorsitzenden der Essener SPD-Ortsvereine Burgaltendorf, Holsterhausen, Huttrop/Südostviertel, Kray, Mitte, Rüttenscheid, Steele, Überruhr und Werden/Bredeney sowie der Essener SPD-Arbeitsgemeinschaften AsF, ASJ MEO, JUSOS und Migration & Vielfalt: „Wir kritisieren, dass sich SPD-Gliederungen rechtsextremer Wörter und Symbolik bedienen und fordern die Genossen in Altenessen, Karnap und Vogelheim auf, sensibler mit der aktuellen Flüchtlings- und Unterbringungsdiskussion umzugehen. Genossen, das geht so nicht! Daran ändert auch die nun erfolgte Absage der Demonstration nichts. Dass NPD und AFD den gescheiterten Demoaufruf unterstützt haben, sollte jedem Sozialdemokraten zu Denken geben.“

„Sowohl Wortwahl als auch Vorgehen der drei Ortsvereine führen zu einer unnötigen, weiteren Emotionalisierung einer Diskussion, die wir sachlich führen müssen, um den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt nicht zu gefährden. Wir erwarten, dass auch die Ortsvereine in Altenessen, Vogelheim und Karnap sich aktiv und konstruktiv an diesem Prozess beteiligen und zur politischen Auseinandersetzung über die Flüchtlingsunterbringung zurückkehren. Das aktuelle Vorgehen unserer Genossen spielt nur jenen in die Hände, die den sozialen Zusammenhalt und den solidarischen Umgang in unserer Stadt vergiften wollen. Anstatt fahrlässiger Symbolpolitik brauchen wir eine inhaltliche Auseinandersetzung über eine sozial ausgewogene und menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen“, so die einhellige Meinung der SPD-Ortsvereins- und Arbeitsgemeinschaftsvorsitzenden.

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