Versteckt hinter Büschen befindet sich auf einem Seitenstreifen des Essener Parkfriedhofs eine Grabstätte, die an 52 Essener Bürger und Bürgerinnen erinnert, die zwischen 1940 und 1945 im KZ getötet und hier beigesetzt wurden. 52 Einzelschicksale, die heute vergessen sind.
Der Historiker Thomas Hammacher M.A. aus Essen wird in einem Vortrag auf Einladung der SPD Essen-Huttrop/Südostviertel am Beispiel der Biografie eines der hier Beigesetzten ein Kapitel Essener Geschichte wieder lebendig werden lassen.“Die Erinnerung an die Jahre 1933-1945 in Essen kann dadurch konkret mit menschlichen Schicksalen verbunden werden.“ sagt Andreas Wiemers, Vorsitzender der SPD Huttrop-Südostviertel. 

Der Vortag mit anschließendem Gespräch bildet den Auftakt einer umfänglichen Aufarbeitung dieser Grabstätte, die in Zusammenarbeit mit einer Essener Schule und mit Unterstützung durch den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. in den nächsten Jahren erfolgen soll. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 25. Februar 2016, 19.30 Uhr im Wasserturm, Kurfürstenstraße 1 im Südostviertel Essen

Deutlich auf Distanz zu ihren Genossen, die zu einer Demonstration am kommenden Dienstag aufgerufen hatten, gehen die Vorsitzenden der Essener SPD-Ortsvereine Burgaltendorf, Holsterhausen, Huttrop/Südostviertel, Kray, Mitte, Rüttenscheid, Steele, Überruhr und Werden/Bredeney sowie der Essener SPD-Arbeitsgemeinschaften AsF, ASJ MEO, JUSOS und Migration & Vielfalt: „Wir kritisieren, dass sich SPD-Gliederungen rechtsextremer Wörter und Symbolik bedienen und fordern die Genossen in Altenessen, Karnap und Vogelheim auf, sensibler mit der aktuellen Flüchtlings- und Unterbringungsdiskussion umzugehen. Genossen, das geht so nicht! Daran ändert auch die nun erfolgte Absage der Demonstration nichts. Dass NPD und AFD den gescheiterten Demoaufruf unterstützt haben, sollte jedem Sozialdemokraten zu Denken geben.“

„Sowohl Wortwahl als auch Vorgehen der drei Ortsvereine führen zu einer unnötigen, weiteren Emotionalisierung einer Diskussion, die wir sachlich führen müssen, um den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt nicht zu gefährden. Wir erwarten, dass auch die Ortsvereine in Altenessen, Vogelheim und Karnap sich aktiv und konstruktiv an diesem Prozess beteiligen und zur politischen Auseinandersetzung über die Flüchtlingsunterbringung zurückkehren. Das aktuelle Vorgehen unserer Genossen spielt nur jenen in die Hände, die den sozialen Zusammenhalt und den solidarischen Umgang in unserer Stadt vergiften wollen. Anstatt fahrlässiger Symbolpolitik brauchen wir eine inhaltliche Auseinandersetzung über eine sozial ausgewogene und menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen“, so die einhellige Meinung der SPD-Ortsvereins- und Arbeitsgemeinschaftsvorsitzenden.

„Endlich kommt Bewegung in den lange Zeit stagnierenden Prozess an der Steeler Straße. Das ist allen voran für Anwohner und Gewerbetreibende ein positives Signal”, so kommentiert Andreas Wiemers, Vorsitzender der SPD Huttrop/Südostviertel, die Vorlage der Verwaltung für den zuständigen Rats-Ausschuss. Darin wird vorgeschlagen, die zweistreifige Verkehrsführung auf der Steeler Straße im Abschnitt vom Wasserturm bis zur Oberschlesienstraße nun probeweise umzusetzen.

„Diese Verkehrsberuhigung kann dazu beitragen, dass der Streckenabschnitt für Fußgänger sicherer wird. Zudem können durch die Aufhebung des Halteverbots und dem dazu gehörigen neugewonnenen Parkraum auch die ansässigen Ladenlokale profitieren”, hofft Wiemers. “Als längst überfälligen Schritt” bezeichnet Wiemers, dass im Zuge der einzuführenden Zweispurigkeit auch die Haltestelle Wörthstraße durch vorgezogene Bordsteinkanten und Absperrpfosten gegen den fließenden Verkehr abgesichert werden soll. “Damit wird das Aus- und Zusteigen in die Straßenbahn nicht nur sicherer, sondern auch für Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren erträglicher” betont Wiemers. Lies mehr …

parkfriedhof-beleuchtetZu Ehren der Essener Bürgerinnen und Bürger, die in den Konzentrationslagern der Nazis. ermordet wurden, legte die SPD Huttrop-Südostviertel vor den 52 Gedenktafeln und dem Gedenkstein auf der Ehrenanlage auf dem Parkfriedhof einen Kranz nieder.

Andreas Wiemers, Vorsitzender der SPD Huttrop/Südostviertel sagte: „Hinter jeder Gedenktafel verbirgt sich ein menschliches Schicksal. Diese Schicksale müssen aufgespürt und ins Bewusstsein aller Generationen gebracht werden. Dafür sind in diesem Jahr neue Ansätze entstanden. Wir haben zum Beispiel bei der Reinigung der Steine im Vorfeld und bei der Kranzniederlegung neue Kontakte zu Angehörigen der Verfolgten und zu interessierten Bürgern gewinnen können und werden die Geschichtsarbeit noch intensiver unterstützen.“

In Konzentrationslagern verstorbene Essener Bürgerinnen und Bürger, denen auf der Ehrenanlage Parkfriedhof in Essen-Huttrop gedacht wird: Lies mehr …

Bild_Gedenksteine_HuttropAuf dem Parkfriedhof in Essen-Huttrop erinnern 52 Gedenktafeln und ein Gedenkstein an Essener Bürgerinnen und Bürger, die in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet wurden. „Durch Wind und Wetter sind Gedenkstein und Gedenktafeln jedoch inzwischen in einem bemitleidenswerten Zustand, den auch Grün & Gruga nicht kurzfristig beseitigen kann“, erklärt SPD-Ratsherr Christian Kaiser. „Daher haben wir uns als SPD Huttrop/Südostviertel dazu entschlossen, die Reinigung der Gedenksteine mit Drahtbürste und Reinigungsmaterial selbst in die Hand zu nehmen. Die im Oktober begonnene Reinigung wollen wir nun am 7. November ab 10:00 Uhr auf dem Parkfriedhof fortsetzen. Wir laden engagierte Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, gemeinsam mit uns diese Mahnstätte in einen ehrwürdigen Zustand zurückzuversetzen“, so Kaiser. Interessenten können sich unter kaiser@spd-huttrop-sov.de oder telefonisch unter 0152/53472827 melden. Lies mehr …

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