Verfasst von: Andreas Wiemers | 22. Januar 2009

Same procedure as last year: Rumpelfußball in Bochum

Sicherlich sollten Testspiele in der Vorbereitungszeit nicht überbewertet werden, doch keimte bei mir nach den Siegen im entfernten Trainingslager in Lomas de Campoamor gegen 1899 Hoffenheim (2:0) und dem chinesischen Erstligisten Tianjin TEDA FC (3:0) doch ein wenig Hoffnung auf, dass das von Fans ausgegebene Motto „Klassenkampf – yes, we can!“ tatsächlich umgesetzt werden könnte.

Doch zurück in Bochum präsentierte sich der glorreiche VfL im ersten Testspiel auf heimischen Boden gewohnt bekannt und verlor völlig zu recht gegen den FSV Frankfurt mit 0:1. Das inzwischen völlig neue Gefühl von zwei Siegen in Serie hatte doch wirklich die Erwartung geweckt, man würde gegen den Tabellenletzten der 2. Bundesliga einen klaren und spielerisch überzeugenden Sieg einfahren. Doch wie gehabt, machte der VfL exakt das Gegenteil von meinen Erwartungen, fiel in altbekannte Verhaltensmuster zurück und brachte mich umgehend auf den Boden der Tatsachen zurück.

Zweifellos wird es so gewesen sein, dass die ca. 250 anwesenden Zaungäste mit ihrer negativen Grundhaltung so viel Druck auf die Mannschaft ausgeübt hat, dass sie die im spanischen Trainingslager gewonnenen Erkenntnisse nicht umsetzen konnte. Oder aber die Bochumer Luft bekommt der Mannschaft einfach nicht. Beides stimmt nicht sonderlich zuversichtlich für den wegweisenden Rückrundenauftakt gegen den KSC. Doch hier werden ja ganz bestimmt jene fünf Spieler einsetzbar sein, die gegen gegen den FSV nicht zur Verfügung standen und direkt als Erklärung für die Niederlage angeführt wurden. Wie konnte ich auch irrtümlicherweise davon ausgehen, dass der gesamte Kader des VfLs mehr Substanz und Klasse besitzen könnte, um auch ohne fünf Einsatzkräfte gegen das Schlusslicht aus Liga 2 bestehen zu können.

Wobei mich die Frage nach den Gründen für das Fehlen zumindest von zwei der fünf Spielern den restlichen Tag weiter beschäftigen wird, denn im Spielbericht auf der Webseite des VfLs, wird verkündet, dass

Anthar Yahia, Matias Concha (beide Madenprobleme)

hatten. Ich frage mich nun, war es die Wade, der Magen oder haben die Beiden sich durch die spanische Küche wirklich Maden eingefangen. Alternativ könnte es natürlich auch sein, dass Yahia und Concha derzeit mit einer nicht wirklich ästhetisch klingenden Madentherapie behandelt werden…

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