Verfasst von: Andreas Wiemers | 24. Januar 2009

Trinken für meinen Expansionismus

So es den Garten Eden tatsächlich gegeben haben soll, ist die kleine schottische Insel der Inneren Hebriden Isle of Islay als potentieller Ort sicherlich in Betracht zu ziehen. Allen voran die knapp fünf Kilometer von Port Ellen nach Ardbeg haben es nicht nur landschaftlich in sich, sondern sind gerade für einen Whisky-Konsumenten nahezu paradiesisch: die Destillerien Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg sind bequem fußläufig zu erreichen, bei Windstille liegt einem die angenehme Mischung von verbranntem Torf und des Meeres in der Nase und der so genannte Angel’s share schenkt einem den Glauben, man konsumiere just in diesem Moment einen köstlichen wee dram.

Es stand für mich folglich nicht zu Diskussion, dass ich sofort die Chance ergriffen habe, die mir ausgerechnet meine Lieblings-Destillerie Laphroaig offerierte, um von dieser herrlichen Insel kontinuierlich Besitz zu ergreifen: Denn pro gekaufter Flasche dieses edlen Tropfes besteht die Möglichkeit einen „square foot“ (929,03 cm²) von Islay als „Friend of Laphroaig“ sein Eigen nennen zu dürfen.

Eine meiner Kolonien auf Islay (c) www.laphroaig.com

Eine meiner Kolonien auf Islay (c) http://www.laphroaig.com

Nun sammele ich fleißig meine „square foots“ und habe errechnet, dass ich gut 6,67 Millionen Flaschen konsumieren müsste, damit ich die ganze Insel okkupieren kann. Letzten Sommer habe ich übrigens meinen Kolonien auf Islay einen Besuch abgestattet und war von deren Entwicklung derart angetan, dass ich direkt vor Ort eine weitere Kolonie erworben habe. Seit dem begreife ich das Motto „Trinken für meinen Expansionismus“ als Lebensaufgabe.

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