Verfasst von: Andreas Wiemers | 24. Mai 2009

Dramatik, Leidenschaft und Spannung…

…sind auf jeden Fall keine Begriffe, die ich mit dem letzten Spiel des VfL Bochum 1848 in der Bundesliga-Saison 2008/09 beim 1. FC Köln in Verbindung bringen werde. Dass es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, war spätestens ab der 24. Minute jedem der 50.000 Zuschauer klar. Bis zu eben jener Minute hatte der VfL mit zwei Treffern seinen Beitrag für ein bis dahin nettes Spiel bei herrlichem Fußballwetter geleistet. Brachte Diego Klimowicz den VfL durch einen Kopfballtreffer in der 18. Spielminute in Führung, egalisierte VfL-Innenverteidiger Anthar Yahia nur sechs Minuten später – natürlich nach einer Standardsituation – ebenfalls per Kopf für die Kölner.

Im weiteren Spielverlauf lud der VfL die gastgebenden Kölner immer wieder dazu ein, sich ebenfalls mit Toren an dem Spiel zu beteiligen. Doch entweder sind die Kölner unhöflich und nehmen Einladungen nicht an, oder aber dieses Vorhaben der Bochumer Feldspieler war nicht mit dem überzeugenden VfL-Keeper Philipp Heerwagen abgesprochen. Denn entweder scheiterten die Kölner Versuche an deren Unfähigkeit oder Bochums Nummer 1 vereitelte beste Einschussmöglichkeiten.

Von dem Vorhaben sich ordentlich von den Fans zu verabschieden, wich der VfL allen voran in Halbzeit Zwei massiv ab. Die kraft- und einsatzlose Spielweise der blau-weißen Reisetruppe rief bei mir dann sogar einen Gähner hervor. Zum Schmunzeln brachte mich dann aber schnell wieder die blau-weiße Anhängerschaft. Nachdem sie drei Rauchbomben gezündet hatten, skandierten unsere Ultras mal wieder „Fußballfans sind keine Verbrecher“ und gaben sich so erneut der Lächerlichkeit preis. Ich überlege noch, ob ich über diesen pubertierenden Haufen nur noch lachen soll oder weinen kann?

Fußballfans sind keine Verbrecher?

Fußballfans sind keine Verbrecher?

Schade, dass der VfL den letzten Spieltag nicht dazu genutzt hat, um den vorher angekündigten ordentlichen Saisonabschluss in die Tat umzusetzen. Stattdessen reihte sich der Auftritt übergangslos in die Serie mutloser VfL-Spiele ein und so war ich froh, als Schiedsrichter Gagelmann nicht nur das Spiel, sondern auch eine völlig verkorkste Saison, die dankenswerter Weise doch noch mit dem Klassenerhalt endete, endlich abpfiff.

Nun verbleiben 76 Tagen bis am 8. August 2009 die nächste Bundesliga-Saison für den VfL und für mich eine neue Leidenszeit beginnt – voller Hoffnungen, Erwartungen und Wünsche! Das DFB-Pokalfinale am 15. Mai 2010 wäre zum Beispiel mal was. Der Termin ist auf jeden Fall schon mal geblockt…

Advertisements

Kategorien