Verfasst von: Andreas Wiemers | 24. Januar 2010

Pogo mit Anne Castroper

Endlich war es mal wieder soweit. Das geschundene Bochumer Heimspielherz erlebte beim Auftritt der ungeliebten Nachbarn aus Buer endlich zu Hause mal wieder einen Festschmaus. Sicherlich sprang kein Sieg gegen jene Thekenmannschaft raus, deren Mütter zum BxB gehen, aber immerhin erkämpften die blau-weißen Halbgötter trotz eines 0:2-Rückstandes noch einen Punkt.

Doch bis es so weit war, erinnerte der Stadion- eher einem Studiobesuch der besonderen Art. Bereits nach fünf Minuten brachte Sanchez den ungeliebten Gast in Führung und es ist zu vermuten, dass Bochums chilenischem Schweden Matias Concha noch im Bett so schwindelig gewesen ist, wie dem Bochumer Anhang nach durchzechter Nacht. Über die Gedächtnislücken eben jenes Bochumer Anhangs nach durchzechter Nacht würde sich vermutlich auch Bochums Innenverteidiger Mergim Mavraj freuen, der mit einem haarsträubenden Fehler das 0:2 durch den Nutella-Boy in der 42. Minute eingeleitet hat. Beinahe hätte Mavraj mit einem Luftloch nach Edu-Art sogar noch das 0:3 verantwortet, doch Bochums Nummer 1 Philipp Heerwagen parierte glänzend.

Gegen die kompakt verteidigenden und führenden königsblauen Sch***** fiel den einzig wahren Blau-Weißen zunächst wenig ein und es bedurfte den Einsatz von Bochums stadtweit bekannten (Slawo) Freier, um die Königsblauen in Verlegenheit zu bringen. Unterstützt durch einen massiven Hubschraubereinsatz anne Castroper erzielte der VfL dann zur Freude des eigenen „Vermögens“ in der 82. Minute den Anschlusstreffer durch Vahid Hashemian. Leise Hoffnung machte sich breit im weiten Rund des leider nicht ausverkauften Ruhrstadions. Und als Stanislav Sestak in der 92. Spielminute nach grandioser Vorarbeit des „Man of the match“ Hashemian den Ausgleich erzielte, gab es in der Ostkurve kein halten mehr. Gefüllte Bierbecher flogen über die Köpfe und verschütteten ihren Inhalt über das einen geilen Torpogo tanzende blau-weiße Publikum. Es hatte schon fast Rockkonzertqualität, was sich in den folgenden Minuten in der Kurve abspielte. Ich kann mich nur an zwei Ereignisse erinnern, wo es in der Kurve ähnlich abging. Als der VfL in der Saison 2003/04 am letzten Spieltag durch einen 3:1-Heimerfolg gegen Hannover 96 bei zeitgleichem Unentschieden der Lüdenscheider in Kaiserlauten der Einzug in den UEFA-Cup gelang und als der VfL in der Saison 2006/07 am 31. Spieltag gegen eben jene Königsblauen durch einen 2:1-Heimsieg den Grundstein dafür legte, dass es immer noch keinen Sch***** mit der Schale in der Hand gibt. Und wohlgemerkt: dieses Mal gab es nur ein Unentschieden zu feiern. Wobei: hätte der Schiri nach dem 2:2 noch einmal angepfiffen, hätten wir bestimmt noch den Siegtreffer erzielt.

So erlebten wir endlich mal wieder ein rauschendes Fußballfest und nach zwei 0:3-Heimschlappen gegen die Buerer in Folge, ist es eine Genugtuung, ihnen einmal mehr die Tabellenführung versaut zu haben. Und als ob Felix Magath ahnte, wie groß unsere Revanchegelüste waren, schickte er seine Elf direkt nach dem Schlusspfiff zum Auslaufen auf den heiligen Rasen des Ruhrstadions. Die noch nahezu vollständig versammelte Ostkurve honorierte Quälix Engagement und begleitete das königsblaue Auslaufen mit lautstarken „Ihr werden nie deutscher Meister!“-Gesängen. Ker, wat war dat ein Spaß! Denn: SO GEHN DIE BOCHUMER, DIE BOCHUMER GEHN SO! und so gehn die sch*****, die sch***** die gehn so….

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Responses

  1. […] VfL Bochum/FC Schalke 04: Pogo mit Anne Castroper (Andreas Wiemers: Lagerstätte) – Das "Straßenbahn-Derby" zwischen dem VfL Bochum und dem FC Schalke 04 endete 2:2 unentschieden. In Andreas Wiemers' Blog kann man einen sehr subjektiv (Bochum-geprägten) Beitrag zu dem Spiel lesen. […]

  2. […] dem der VfL mit dem 1:1 gegen die Leverkusener Trabentenstadt nun binnen vierzehn Tagen sowohl gegen den Tabellendritten aus Buer sowie jüngst gegen den Spitzenreiter Punkten konnte, dürfte das Interesse am VfL und am System […]


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