Verfasst von: Andreas Wiemers | 30. April 2011

MAGIC Maltritz – FussballGott

Irgendwie ist es wie verhext mit dem VfL Bochum 1848: Da fängt man nach drei enttäuschenden Spielen mit 0:5 Toren allmählich an, sich still und leise von den Aufstiegshoffnungen zu verabschieden schon mal an den Klassenerhalt zu gewöhnen und vermisst mit Mimoun Azaouagh tatsächlich einen Spieler, den man vor fast exakt einem Jahr noch am liebsten persönlich auf den Mond geschossen hätte und dann kommt wie immer alles anders. Aza erlebt eine Wunderheilung kämpft mit wahrscheinlich noch nicht wieder richtig zusammen gewachsenen Bändern für den Aufstieg und haucht der Mannschaft wieder spielerisches Leben und mir zumindest den Glauben an die Relegation ein.

Doch bis der Glaube bei dem 3:0-Heimsieg gegen Union Berlin wieder auf fruchtbarem Boden stieß, musste eine ziemlich verunsichert wirkende und extrem defensiv agierende Mannschaft erst mal irgendwie die erste Halbzeit überstehen. Denn die frühe Führung durch Vertragsverlängerer Mirkan Aydin sorgte VfL-typisch nicht etwa für Ruhe und Sicherheit, sondern wirkte vielmehr wie eine weitere Belastung auf eine Truppe, die gekonnt mit unzähligen Fehlpässen im Spielaufbau das eigene Spiel zerstörte. Obgleich das eigene Spielsystem auf Kontern im eigenen Stadion angelegt war, verbarrikadierte man sich mit Mann und Maus vor allem bei gegnerischen Ecken im und am eigenen Straftraum und verbaute sich so die Möglichkeit, mit schnellen Gegenstößen für eine Vorentscheidung zu sorgen. Da bedurfte es am Hochzeitstag wohl der Kabinenpredigt von Cheftrainer Friedhelm Funkel, um der Mannschaft den Glauben zu rauben, auch Aufstiegskampf sei romantisch. Immerhin saßen die blau-weißen 11 Prinzen dabei im Gegensatz zum Spielmannszug der Bochumer Maiabendgesellschaft im Trockenen und wurden nicht vom überaus gastfreundlichen VfL mit der Sprinkleranlage bei der Ausübung ihrer Tätigkeit belästigt.

In der zweiten Halbzeit sah das blau-weiß geneigte Publikum dann tatsächlich eine andere Mannschaft, die früher attackierte und vor allem Dank den unermüdlich kämpfenden Aza und Slawo Freier mehr Ballsicherheit zu Tage förderte. Belohnt wurde dieses gesteigerte Engagement durch die Treffer zwei (55. Minute, Freier) und drei (73. Minute, Aydin). Wann der VfL zuletzt einen Gegner mit drei Toren Unterschied und dann auch noch zu Null besiegt hat, werden ältere Semester vermutlich wissen…

Für die verbleibenden beiden Spiele bleibt zu hoffen, dass die Bochumer Jungen in den Trikots und den kurzen Hosen die gestrige zweite Halbzeit im Gedächtnis abgespeichert haben und daraus das Wissen ableiten, einen Gegner auch ausspielen zu können. Selbst wenn es „nur“ Konter sind…Und so kann man dann auch Wolfsburg, Frankfurt oder Köln packen!

Und was nun der Blogtitel mit dem Text zu tun hat? Abgesehen von der Tatsache, dass MAGIC Maltritz seit Wochen gute Leistung bringt: NIX. Aber vielleicht hat der Fußballgott wegen dieser Leistung diese Facebook-Seite verdient…Gefällt mir! 🙂

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Responses

  1. So lange ist das letzte 3:0 nun auch noch nicht her – Hinrunde gegen Paderborn.

    🙂

  2. Das war letztes Jahrzehnt. Also Ewigkeiten… 🙂


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