Verfasst von: Andreas Wiemers | 11. April 2012

Unten auf dem Rasen blamiert ihr unsere Farben…

Ach ja, bisweilen überlegt man sich schon, was man zu Spielen schreiben soll, die man mehr als einmal gesehen hat und die mehr als einmal beschrieben wurden. Dann aber obsiegt doch die Wut auf diese Verräter an unseren Farben. Es ist nur noch peinlich was der VfL Bochum 1848 nicht nur seinen Fans, sondern Fußballdeutschland als Kost anbietet. Nach dem der VfL gegen Abstiegsaspirant Karlsruhe „nur“ zwei Punkte liegen lies, brachte es der ruhmreiche VfL gegen den Tabellenletzten der Schweineliga sogar fertig, drei Punkte liegen zu lassen.

Ganze zehn Minuten schaffte es der ehemalige Erstligist gegen den nächsten Abstiegsaspiranten aus Aachen das Heft des Handelns in der Hand zu halten. Doch dann gab der VfL den Spielverlauf den Schwarz-Gelben Preis. Es folgten Chancen für die Alemannia, die diese dann auch irgendwann zu nutzen wusste und sich noch in der ersten Halbzeit einen absolut verdienten 2:0-Vorsprung herausspielte. Was danach von Bochumer Seite folgte, hatte mit professionellem Fußball nichts mehr zu tun. Zu deutlich waren die Klassenunterschiede zwischen dem potentiellen Regionalligisten und dem VfL, der von Kopf bis Fuß in seiner Scheinwelt lebt.

Teil dieser Scheinwelt sind offenbar leider auch die für den sportlichen Bereich federführend Angestellten des Vereins, die jede Leistungsverweigerung des VfL schön reden und immer noch den Glauben vermitteln wollen, bei diesen elf Individualisten müsse nur der Knoten platzen. Sollten Andreas Bergmann und Jens Todt weiter an dieser Sprachregelung festhalten und weiter versuchen die noch verbliebenen VfL-Fans für dumm verkaufen zu wollen, werden sie selbst keinen Neuanfang mehr leisten können, sondern Teil einer VfL-Maschinerie sein, die in den letzten fünf Jahren in Bochum ihr Unwesen getrieben hat. Sollten sie tatsächlich Interesse an einem Neubeginn und -anfang in Bochum haben, wäre es spätestens jetzt an der Zeit, diesen zumindest verbal einzuleiten. Das Signal zum Um- und Aufbruch haben sie zumindest schon mal verpasst. Sofern dieser aber dennoch gewollt ist, steht ihnen ein Kader zur Hand, der ebenso wenig mit dem VfL zu tun wie die aktuelle Mannschaft des BxB. Während sich letzt genannte vermutlich für jeden Verein zerreißen würde, stehen in Bochum elf Biedermänner auf dem Platz, die es nicht verdient haben, die blau-weißen Farben zu tragen. Die einzigen, die in Bochum noch Leidenschaft verspüren, sind jene Fans, die sich immer noch diesen Verein antun. Und dafür auch noch Hunderte von Kilometern fahren.

Aber das interessiert so lange nicht, wie die Verantwortlichen des Vereins nach wie vor glauben, die Behebung der Mängel sei mit dem Platzen des Knotens erledigt. So lange die Qualitätsfrage nur von jenen gestellt wird, die einen lebenslangen Vertrag mit dem VfL haben und nicht von denen, die temporär mit dem VfL verbunden sind, wird sich auch vermutlich wenig ändern. Und das ist zum Kotzen!

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